Die Gymnicher Mühle ist eine der besterhaltenen Mühlen im Rhein-Erft-Kreis. Die meisten der ehemals über 120 Wassermühlen sind längst verfallen oder werden anders genutzt. Durch das Engagement des Mühlenverbandes Rhein-Erft-Rur e. V. konnte das historische Gebäudeensemble umfangreich saniert werden.

Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1315: Die Herren von Gymnich erhielten die Mühle als Lehen des Abtes von Siegburg. Als sogenannte Bannmühle stand ihnen das alleinige Wasserrecht zu. Die Gymnicher Mühle wurde als Getreide und Ölmühle betrieben und besaß ursprünglich zwei unterschlächtige Wasserräder. 1563 wurde sie an ihren jetzigen Standort verlegt, direkt an den Hauptlauf der Erft.

Im späten 19. Jahrhunderts kamen erstmals Pläne auf, der Erft unterhalb der Gymnicher Mühle ein neues Flussbett zu schaffen: Der alte Arm der Erft wurde zur "Kleinen Erft". Das kombinierte Wohn- und Mühlenhaus steht heute unter Denkmalschutz. Zwar wurde die technische Einrichtungbereits 1948 aus der Mühle entfernt, das Mühlrad allerdings blieb als mächtiger Zeuge der einstigen Nutzung erhalten.